Software für Elektro- und Gebäudetechnikbetriebe lässt sich nicht am Schreibtisch erfinden. Sie entsteht dort, wo jemand versteht, wie ein Rapport auf der Baustelle wirklich zustande kommt, warum eine Einsatzplanung am Montagmorgen kippt und welche Regeln im Hintergrund gelten. Dieses Verständnis kommt aus dem Kontakt mit Betrieben, und ein Teil davon findet in den Verbänden der Branche statt.
Deshalb engagieren wir uns dort, wo über die Zukunft der Branche gesprochen wird. Neu sind wir Mitglied bei EIT.swiss, bereits Mitglied bei suissetec, und ab 2027 kommt die EEV dazu.
EIT.swiss: der Verband der Elektrobranche
EIT.swiss vertritt die Elektroinstallations- und Telekommunikationsbetriebe in der Schweiz. Der Verband ist Vertragspartner des Gesamtarbeitsvertrags, engagiert sich in der Berufsbildung und setzt die fachlichen Rahmenbedingungen, in denen unsere Kunden täglich arbeiten.
Genau diese Rahmenbedingungen sind für eine Zeiterfassung entscheidend. Wie Überstunden behandelt werden, welche Zuschläge anfallen, wie Reisezeit zu bewerten ist: Solche Fragen stehen im Gesamtarbeitsvertrag, und sie müssen in einer Software korrekt abgebildet sein. Die Mitgliedschaft hält uns nah an Änderungen, statt sie im Nachhinein zu rekonstruieren.
suissetec: Gebäudetechnik über die Elektrobranche hinaus
suissetec ist der Verband der Gebäudetechnik und vertritt Betriebe aus Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär und Spenglerei. Die Planungs- und Rapportierungsfragen ähneln denen in der Elektrobranche, die Abläufe unterscheiden sich aber im Detail.
Für uns ist das ein wichtiger Abgleich. Was in einem Elektrobetrieb funktioniert, passt nicht automatisch für einen Sanitärbetrieb. Der Austausch über diese Unterschiede verhindert, dass wir Lösungen bauen, die nur für einen Teil der Gebäudetechnik taugen.
EEV ab 2027: Nähe zum Elektrofachhandel
Die EEV, die Schweizerische Elektro-Einkaufs-Vereinigung, ist eine Genossenschaft der ELITE Electro-Partner und damit anders ausgerichtet als die beiden anderen. Hier geht es um den Elektrofachhandel und um Betriebe, die Verkauf, Service und Installation verbinden.
Diese Betriebe planen anders. Servicearbeiten, kurzfristige Einsätze und Ladengeschäft laufen parallel, und die Planung muss beides abbilden. Die Mitgliedschaft startet 2027, der Austausch beginnt für uns aber schon vorher.
Was Betriebe davon haben
Ein Verbandslogo auf einer Website sagt für sich genommen wenig. Der Nutzen entsteht durch das, was daraus folgt.
Wir hören früher, wenn sich etwas ändert, sei es im Gesamtarbeitsvertrag, in der Ausbildung oder in den Anforderungen an die Dokumentation. Wir sehen breiter, wie unterschiedlich Betriebe arbeiten, und bauen weniger Funktionen, die nur einen einzelnen Fall lösen. Und wir sind ansprechbar, auch ausserhalb von Verkaufsgesprächen.
Digitalisierung in dieser Branche gelingt nicht, wenn ein Softwareanbieter sie von aussen vorgibt. Sie gelingt, wenn sie gemeinsam mit den Betrieben entsteht, die damit arbeiten sollen. Die Mitgliedschaften sind für uns ein Teil davon, nicht das Ziel.
